Kürbis-Pastinaken-Suppe oder Sport ist Mord?

Hallo ihr Lieben,

also nur um schon mal gleich eines vorwegzunehmen, falls die Überschrift auf etwas Anderes schließen lassen sollte: Ich mag Sport. Und ich finde auch nicht, dass er grundsätzlich mordlüstern ist und überhaupt halte ich generell „Sport ist Mord“ für eine ziemlich unwahre Aussage. Lasst mich euch erklären, wieso ich die trotzdem als Überschrift gewählt habe.

Heute wurde ich zum Thema „Fitness und Fitnesstrends“ interviewt. Da kamen dann Fragen wie: Wie ernährst du dich? Machst du Sport? Wie sportlich würdest du dich selbst einschätzen? Welche Fitnessprogramme kennst du und nutzt du sie? Nimmst du Nahrungsergänzungsmittel? Welche Menschen findest du schön? Denkst du, dass der herrschende Fitnesstrend bereits ein Fitnesswahn ist?

Im Laufe des Interviews habe ich festgestellt (und wohl mein Gegenüber auch), dass ich zu diesem Thema so ziemlich die uninteressanteste Interviewpartnerin sein muss, die es gibt. Versteht mich nicht falsch, ich versuche durchaus mich ausgewogen zu ernähren. Viel Gemüse und Salat, Vollkornprodukte (vor allem -brot und -mehl, Volllkornnudeln sind mir ein Graus), Porridge oder Müsli mit Joghurt und Obst zum Frühstück und möglichst wenige Süßigkeiten. Außerdem fahr ich grundsätzlich mit dem Rad zur Uni (außer es schüttet aus Kübeln), gehe gerne laufen, wenn das Wetter einigermaßen passt und ich das dringende Bedürfnis habe, mich draußen zu bewegen und ich mache Yoga, weil mir das sehr gut tut und mich entspannt. Das alles mache ich aber ausschließlich nur, weil ich Spaß daran habe und keinesfalls aus einem kompetitiven Beweggrund oder deshalb, weil ich das Gefühl habe, meine Körper stählen zu müssen, damit ich jedem mein Sixpack und meinen austrainierten Rücken zeigen kann. Deswegen kenne ich auch keine Fitnessprogramme und nehme keine Nahrungsergänzungsmittel. Ich ziehe Zufriedenheit und Energie aus der Tätigkeit des Mich-Bewegens, das Ergebnis -größere Sportlichkeit – ist ein schöner, aber nicht absichtlich angestrebter Nebeneffekt. Alles, was darüber hinausgeht, also wenn man sich zum Sport, der ja eigentlich eine erfüllende Freizeitbeschäftigung sein sollte, irgendwie gedrängt fühlt oder das Gefühl hat, Sportlichkeit ist ein anzustrebendes Muss, geht das Ganze meiner Meinung nach in die falsche Richtung. Es ist ein Unterschied, ob jemand viel Sport macht, um sich auf einen Marathon vorzubereiten, weil er sich das schon lange wünscht oder aber einen Marathon mitzulaufen, weil man sich oder anderen etwas beweisen will oder irgendwelchen Idealen hinterherhechelt. Dann ist Druck von außen vorhanden und die Freiwilligkeit fehlt, die für mich einfach die oberste Maxime beim Sport ist. Und darum mache ich auch nur Sport, um mich wohl zu fühlen. Nicht, um schlanker und fitter zu werden.

Das Rezept, das ich euch heute vorstellen möchte, ist passenderweise ein gänzlich unsportliches. Kein Low-Carb-Gemüseauflauf, Paleo-Fleischgericht oder Buddha-Bowl-Salatschüssel, sondern eine wunderbare, von innen wärmende und perfekt gegen die Kälte draußen wirkende Suppe.

 

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Kürbissuppe mit Pastinaken und Feta

Die Portionen reichen für zwei sehr hungrige Personen. Und dann bleibt noch ein bisschen was übrig.

Für die Suppe 250g Pastinaken schälen und in Scheiben schneiden. Einen ganzen Hokkaidokürbis (ungefähr 800g, aber das genaue Gewicht ist gar nicht so wichtig) waschen, entkernen und würfeln. Beiseite stellen. Eine große Zwiebel häuten und klein schneiden, ebenso ein daumennagelgroßes Stück Ingwer und eine große Zehe (oder zwei kleine Zehen) Knoblauch. Zwiebel, Ingwer und Knoblauch in Butter andünsten, dann 1 1/2 Teelöffel Curry dazugeben und kurz mit anschwitzen lassen. Dann den Kürbis und die Pastinaken dazugeben und mit 700ml Gemüsebrühe auffüllen. Anschließend zugedeckt so lange köcheln lassen, bis der Kürbis und die Pastinaken weich sind. Das dauert ungefähr 20 Minuten. Dann pürieren und mit 100 ml Schlagsahne, Salz, Curry und Pfeffer abschmecken.

Während die Suppe kocht, 2 Esslöffel Pinienkerne und einen Teelöffel Sesam in einer Pfanne ohne fett goldbraun rösten und 125g Feta (oder die billige Kuhmilchversion, die nehme ich immer) in kleine Würfel schneiden. Zusammen mit Petersilie und einer Prise Harissa ergibt das ein sehr leckeres Topping.

 

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Ich wünsche euch alles Gute dieser Welt!

Eure Miriam

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2 Gedanken zu “Kürbis-Pastinaken-Suppe oder Sport ist Mord?

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