Ansichten einer Studentin oder Schoko-Erdnuss-Tassenkuchen

Meine Lieben,

nun hat auch für die Studenten – entschuldigt, natürlich die Studierenden – der Universitäten die Vorlesungszeit wieder begonnen und somit auch für mich. Und ich muss sagen, so sehr ich die freie Zeit während der Semesterferien genieße, so sehr mag ich es auch, wenn die festen Termine der Uni die Tage strukturieren.  Insbesondere, dass mein Hirn nicht mehr im Leerlauf laufen muss und wieder regelmäßig Input außerhalb von Serien, von den Onlineauftritten der großen Tageszeitungen und von mehr oder minder hochwertigem Fernsehprogramm bekommt. Dass ich wieder gezwungen bin, mich mit Themen intensiv auseinanderzusetzen und mich richtig in Dinge einzuarbeiten. Vielleicht sollte ich die Uni als mein Hobby bezeichnen – vor allem, weil in diesem meinem ziemlich fortgeschrittenen Semester fast nur noch Dinge auf dem Plan stehen, die ich freiwillig belege. Aber das ist dann wohl doch zu weit gegriffen. Lasst es mich so zusammenfassen: Ich lerne sehr gerne neue Dinge, aber es hilft, wenn mich eine gewisse Notwendigkeit von außen dazu bewegt. Ich meine, wer geht schon alleine freiwillig in die Bib, setzt sich hin und arbeitet einen (oder zwei oder drei…) Schinken zur Deutschen Literaturgeschichte durch? Oder lernt autodidaktisch Italienisch?  Oder setzt sich mit reformpädagogischen Konzepten von Schule auseinander? Eben. Niemand. Oder zumindest niemand, den ich kenne. Ihr dürft mich sehr gerne eines Besseren belehren, ich verneige mich vor jedem ehrfürchtig, der sich selbst so motivieren kann. Ich kann es nicht. Klassisch extrinsisch motiviert also.

Nun, da die Uni wieder begonnen hat und ich daneben noch arbeite und deswegen nicht mehr ganz so viel Zeit für ausufernde Koch- und Backprojekte habe, müssen Aufenthalte in der Küche zumindest unter der Woche möglichst effektiv sein – das heißt, mit möglichst wenig Aufwand zubereitet. Da ich zu den Hauptmahlzeiten sehr gern Nudeln esse und meine Nudelsaucen meist sehr unaufwendig sind,  betrifft das vor allem Gebäck. Vor allem deshalb, weil der Heißhunger auf Kuchen und Süßes im Allgemeinen wieder exponentiell ansteigt, je mehr Arbeit ich habe und direkt korreliert mit der Zeit, die ich am Schreibtisch verbringe. Ein super schneller und super schokoladiger kleiner Tassenkuchen aus der Mikrowelle ist die Lösung. Mit Schokocreme. Und Erdnussbutter.

Zur Schokocreme muss ich noch sagen – ich habe den Ovomaltine Schoko Aufstrich benutzt, der macht durch die Stückchen, die da drin sind, ein bisschen Crunch. Da ich mir aber gut vorstellen kann, dass den nicht jeder zuhause hat, behaupte ich, ohne es jedoch ausprobiert zu haben, dass es bestimmt genauso gut mit Nutella funktioniert. Genau so kann ich mir Blaubeeren oder Himbeeren gut drin vorstellen. Oder man lässt die Erdnussbutter weg und nimmt stattdessen einen Esslöffel mehr Schokocreme. Oder mischt noch backfeste Schokodrops unter. Oder serviert ihn mit geschlagener Sahne.

Ich sehe schon, ich muss noch sehr oft Schokokuchengelüste mit diesem Tassenkuchen stillen, bis ich alle Variationen durchhabe, die mir einfallen. Heute aber erstmal die ursprüngliche, bereits geteteste und für gut befundene Version mit Ovomaltine und Erdnussbutter. Sehr schokoladig, genau das richtige Bisschen erdnussig, sehr saftig und am besten lauwarm direkt aus der Mikrowelle.

Erdnuss-Schoko-Tassenkuchen aus der Mikrowelle

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Das Rezept reicht für eine mittelgroße, ca. 300ml fassende Tasse. Genau die richtige Portion für mich bei großem Schokoladenhunger.

1 Ei (Größe M) in eine Tasse schlagen. 1,5 gehäufte Teelöffel Mehl, einen gehäuften Teelöffel Kakao und einen Teelöffel Zucker darauf geben. Dann einen großzügigen Esslöffel Ovomaltine Schoko Aufstrich, einen ebenso großzügigen Teelöffel Erdnussbutter und drei Teelöffel Milch in die Tasse geben. Mit einem Löffel oder einer Gabel rasch zu einem glatten Teig verrühren.

Dann in der Mikrowelle auf höchster Stufe ungefähr eine Minute backen. So lange, bis der Kuchen aufgegangen ist  und auf Druck leicht nachgibt. Das ist von Mikrowelle zu Mikrowelle unterschiedlich. Auf keinen Fall zu lange backen, da der Kuchen dann sehr fest und gummiartig wird und kaum noch genießbar ist. Wollt ihr euren Tassenkuchen mit flüssigem Kern, dann sind auch ca. 50 Sekunden Backzeit ausreichend.

 

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Ich wünsche euch alles kleine Glück dieser Welt!

Eure Miriam

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