Kräutercouscous oder Assozationen zu Fertiggerichten

Nein, das soll kein, wie die Überschrift vielleicht vermuten lässt, Plädoyer für Fertiggerichte sein. Zur Erklärung. Couscous erinnert mich an französische Supermärkte, da gibt’s – neben vielfältigen anderen Köstlichkeiten – dieses fertig abgepackte Taboulé in riesigen Schalen. Und das schmeckt hundertmal so gut wie jedes selbst gemachte, ich kann auch nicht sagen, wieso. Vielleicht hängt es einfach an der Erinnerung an Picknick auf einer windgepeitschten Landzunge am Atlantik und frisch gebackenes Baguette vom Boulanger, das wunderbar duftet und so schön zart knuspert, wenn man es auseinanderbricht. Und das, bestrichen mit gesalzener Butter, hervorragend zu dem Taboulé passt.

Bei mir gibts aber, wie die Überschrift schon verrät, kein Taboulé, sondern Kräutercouscous mit Fenchelgemüse und Minzjoghurt. Das schmeckt auch ohne Baguette und Atlantikküste. Versprochen.

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Das Rezept ist für zwei Personen gedacht und kann natürlich beliebig erweitert werden.

Für den Kräutercouscous 200g Couscous mit 2 EL Rosinen (die können nach Belieben auch mehr oder weniger sein), 1 TL Ras el Hanout (ungefähr) und Salz vermischen und mit kochendem Wasser übergießen. Quellen lassen. Wenn das Couscous fertig gequollen ist,  2 EL TK-Petersilie (auch hier wieder abschmecken) unterrühren. Mit Salz und Zitronensaft abschmecken.

Währenddessen 1 daumennagelgroßes Stück Ingwer schälen und klein hacken. 2 Fenchelknollen putzen, waschen, vierteln und in dünne Scheiben schneiden. Dann zusammen mit dem Ingwer in Olivenöl anbraten, bis der Fenchel bissfest ist. 3 Tomaten in Scheiben schneiden und dazugeben. So lange braten, bis die Tomaten warm und der Fenchel weich geworden sind. Am Ende salzen.

Für den Minzjoghurt 10 Blätter Minze klein hacken, mit 200g Vollmilchjoghurt mischen, mit Zitronensaft und Salz würzen.

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Und nun – glücklich in Erinnerungen mit Couscous schwelgen. Vielleicht ist ja der ein oder andere dabei, der bei Couscous nicht an Tajines oder nordafrikanische, vor Gewürzen explodierende Taboulehs denken muss, sondern auch an das fertige Taboulé im französischen Supermarkt. Aber wahrscheinlich denken die meisten bei Couscous an gar nichts und nur ich bin glücklich, wenn ich welchen esse. Soll mir auch recht sein.

 

Eure

Miriam