Fetapesto oder Sonst nicht so viel

Heute gibt es mal keine Rezension, keine Anekdoten, Geschichten oder Gedanken von mir – heute gibt es es einfach ein Rezept für tolle, ziemlich unkomplizierte Sommernudeln. Ich weiß, man könnte auch Pasta schreiben, aber ich finde den Begriff Nudeln um einiges appetitlicher. Pasta klingt irgendwie so.. abrupt und abgehackt. Nudeln dagegen klingt weich und verheißungsvoll. Nuuuuudeln.

Nun denn, einen kleinen Ausflug zur Dame Wikipedia kann ich mir jetzt doch nicht verkneifen – für den Fall, dass ihr schon immer mal die Wortherkunft des Wortes Nudel erfahren wolltet:

Pasta (italienisch für Teig) ist in der italienischen Küche Bezeichnung für Teigwaren aus Hartweizengrieß, Kochsalz und Wasser in vielen Größen und Formen. Die Endungen der verschiedenen Nudelnamen verweisen auf ihr Aussehen.

Nudel ist ein Oberbegriff für eine Vielfalt von gegarten Speisen aus Teig meist auf der Basis von gemahlenem Getreide, von denen ein großer Teil heute unter Teigwaren eingeordnet wird. Nudeln können verschiedenste Formen und Größen aufweisen und mit sehr unterschiedlichen Zutaten hergestellt sein. Die Gemeinsamkeit aller Nudeln ergibt sich aus der gemeinsamen Entwicklung, die sich in der gemeinsamen Wortwurzel von Nudel und Knödel widerspiegelt. Das Wort Nudel ist wohl eine Abwandlung von Knödel und somit Teil eines großen Stamms deutscher Wörter, die mit kn- eine Verdickung ausdrücken (Zum Beispiel Knoten, Knüppel oder eben Knödel). Daraus kann man dann wohl auch herleiten, dass manches Hefegebäck (Rohrnudeln oder Dampfnudeln) im bayerischen Sprachraum auch Nudeln heißt. Sie ähneln in ihrem Aussehen nämlich Knödeln.

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Spaghetti mit Fetacreme, Brokkoli und Zuckerschoten

Die angegebenen Mengen sind, wie immer, auf zwei hungrige Personen ausgelegt.

250g Spaghetti nach Packungsanweisung kochen.

100g Zuckerschoten in Streifen schneiden. Einen halben Brokkolikopf putzen, waschen und in Röschen teilen.  Beides zusammen in kochendem Salzwasser in ungefähr 5 Minuten bissfest kochen. Anschließend abschrecken.

Für die Fetacreme 125g Kuhmilchfeta mit 5 Esslöffeln Olivenöl, einer Zehe Knoblauch, einem dreiviertelten Bund Basilikum und 2 Esslöffeln gemahlenen Mandeln pürieren. Anschließend mit so viel Milch aufgießen, bis eine sämige Masse entstanden ist. Dann nach Geschmack salzen.

Eine große Tomate grob würfeln.

Die Nudeln abgießen und tropfnass wieder in den Topf zurückgeben. Mit dem Gemüse und der Sauce mischen und noch einmal kurz aufwärmen. Dann servieren – am besten in der Abendsonne auf dem Balkon. Und sich in den Süden träumen.

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Ich wünsche euch alles Gute der Welt!

Eure

Miriam

Mit diesem Beitrag nehme ich am Blogevent „Calendar of Ingredients“ teil. Dort werden jeden Monat drei Zutaten vorgegeben, die möglichst kreativ in Rezepte umgesetzt werden sollen…. da ich etwas Herzhaftes zubereiten wollte und sich Erdbeeren und Holunderblüten nur bei ganz Mutigen für Nudelgerichte eignen, habe ich nur den Basilikum verarbeitet.

 

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Süßkartoffelchili oder Fast alle im Fußballtaumel

Ganz Deutschland ist wieder im Fußballtaumel, wenn die deutsche Nationalmannschaft hält, was sie mit dem Auftaktspiel gegen die Ukraine versprochen hat. Alle werden sich wieder beim Public Viewing in die Arme fallen und bei jedem Tor wird Siegesgebrüll durch die Straßen und Gassen schallen, dass auch jeder Fußballboykottierer trotzdem erfährt, dass eines gefallen ist. Ich gehöre nicht zu Letzteren, aber auch nicht zu den Begeisterten. Ich gehe gerne zum Public Viewing. Natürlich auch, um mit meinen Freunden die Erfolge zu feiern und mich auch ein Stück weit mitreißen zu lassen von der Fußballwelle, aber auch um zu beobachten, welche Dynamik viele Menschen mit den gleichen Intentionen haben. Es ist sehr spannend, wie alle gleichzeitig brüllen, aufspringen, die Arme hochreißen und sich gegenseitig von ihrer Freude anstecken lassen. Der Mensch ist ein Herdentier. Und ich sitze da, schaue mit einem Auge zu, wie 22 Millionäre einem Ball hinterherlaufen, mit dem anderen auf meine Mitmenschen und mein Gehirn ist damit beschäftigt zu überlegen, wie ich meine Zeit während des nächsten Fußballspiels sinnvoll nutzen könnte. Nur um dann doch wieder beim Public Viewing zu sitzen und mich nicht (okay, ein bisschen) vom Fußballtaumel mitreißen zu lassen. Denn ich freue mich natürlich schon, wenn Deutschland gewinnt. So unpatriotisch bin ich dann doch wieder nicht.

Public Viewing ist übrigens eine nur im Deutschen verwendete Bezeichnung für die öffentliche Liveübertragung von Sportereignissen. Der Ausdruck entstammt dem englischen public für „öffentlich“ und viewing für „ansehen, anschauen“, kommt in dieser Kombination im Englischen aber nicht vor. Der Begriff ist also, wie Handy, ein Neologismus (also eine Wortneuschöpfung) des Deutschen. Frei nach der Dame Wikipedia.

Als ich heute vor dem Spiel das Chili mit Süßkartoffeln gekocht habe, ist mir aufgefallen, dass es alle Nationalfarben Deutschlands vereint. Gelb wie Mais, rot wie Tomaten und Paprika und schwarz wie….. Kidneybohnen, wenn man alle Augen zudrückt. Das ist nun wohl mein Beitrag zum Fußballtaumel. Außerdem es ist es ein tolles Essen für eine Menge Leute, also perfekt für Public Viewing zuhause oder im Garten. Noch ein Beitrag zum Fußballtaumel.

Die Zutaten sind recht variabel – der Mais kann weggelassen werden und anstatt der Kidneybohnen können auch Canellinibohnen verwendet werden. Die Gewürzangaben sind recht ungenau, weil ich im Kochvorgang nicht so penibel darauf achte, wie viel ich von welchem verwende. Also bitte unbedingt dazwischen mal probieren, vor allem der Cayennepfeffer ist sehr scharf, ich hab ihn zu Beginn ziemlich unterstätzt. Zum Glück ist Crème Fraîche gut gegen Schärfe.

Das Originalrezept beziehungsweise die Idee stammt von der englischen Website http://www.bbcgoodfood.co.uk, auf der ich immer wieder gerne vorbeischaue, weil es viele tolle Rezeptideen auch jenseits von Scones und Fish and Chips gibt (immer diese Klischees, ich weiß). In diesem Fall habe ich es zwar recht stark verändert, aber die Grundidee ist immer noch erkennbar und die Grundzutaten bleiben die selben.

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Die Mengenangaben sind, je nach Hunger, für zwei bis drei Personen gedacht und lassen sich, wie immer, beliebig anpassen.

2 mittelgroße Süßkartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden. Sie sollten etwa 1×1 cm groß sein. Dann auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech verteilen, sodass keine Stücke übereinander liegen. 1 Zweig Rosmarin waschen und die Nadeln klein hacken. Die Süßkartoffeln mit dem Rosmarin, ungefähr 3 Esslöffel Olivenöl, einem halben Teelöffel edelsüßem Paprikapulver, etwas Kreuzkümmel und Cayennepfeffer mischen. Abschließend salzen und im Backofen mit Ober- und Unterhitze bei 200°C backen. Bis sie etwas geröstet aussehen und innen ganz weich sind, dauert es gut 45 Minuten.

Für das Chili 2 Zwiebeln klein würfeln, 1 Knoblauchzehe fein hacken und 2 rote Paprika waschen, entkernen und in mundgerechte Würfel schneiden. Außerdem entweder 3 kleine gekochte Kartoffeln vom Vortag oder 3 kleine frische Kartoffeln schälen und klein schneiden. Sie sollten, wie die Süßkartoffeln, die Größe von 1x1cm nicht überschreiten, da sie sehr weich kochen dürfen. Ihr hauptsächliche Funktion ist nämlich, mit ihrer Stärke das Chili etwas sämig zu machen.

Nach diesen Vorbereitungen die Zwiebel in Olivenöl glasig dünsten, anschließend die Paprika, die Kartoffeln und die Knoblauchzehe zugeben und kurz mitdünsten. Mit ungefähr je 1 Teelöffel edelsüßem Paprikapulver, Kreukümmel und einem halben Teelöffel Cayennepfeffer würzen. Mit 2 Dosen gehackten Tomaten ablöschen, salzen, 1 Zweig Rosmarin und 2 Stiele Thymian hinzugeben und bei geschlossenem Deckel köcheln lassen. Nach 15 Minuten 1 Dose Kidneybohnen und 1/2 Dose Mais abgießen, abspülen, hinzugeben und weitere 15 Minuten köcheln lassen. Anschließend den Deckel abnehmen und noch circa 5 Minuten die Flüssigkeit etwas verkochen lassen. Den Zweig Rosmarin und die beiden Stiele Thymian entfernen. Mit 1 Teelöffel Honig, Salz, Kreuzkümmel (und wem es nicht scharf genug ist, mit Cayennepfeffer) nachwürzen. Sollten die Süßkartoffeln an dieser Stelle noch nicht fertig sein (sie sollten weich und etwas knusprig sein, was mir zugegebenermaßen nicht so ganz gelungen ist – vielleicht fehlte mehr Öl), das Chili nur noch warm halten. Das gibt ihm außerdem die Gelegenheit, noch etwas durchzuziehen.

Das Chili zusammen mit den Süßkartoffeln (sozusagen als Topping) servieren und wer mag, gibt noch einen Klecks Crème Fraîche auf jede Portion. Auch Baguette kann man dazu reichen oder Guacamole.

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Ich habe übrigens festgestellt, dass das Einzige, was Chili zu Chili macht, der Kreuzkümmel ist, Hackfleisch wie im Originalrezept hat für mich kaum einen Einfluss auf den Geschmack. Da kann man das con Carne gut weglassen.

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Ich wünsche euch fröhliche EM-Abende mit euren Lieben (ganz egal, ob mit oder ohne Fußball),

Eure

Miriam