Bananen-Dattel-Kuchen oder Bücher für den guten Zweck

Ihr Lieben,

erinnert ihr euch an den letzten Blogbeitrag? Die Buchrezension und meine Ankündigung, daraus ein Rezept vorzustellen, das mich überrascht und ziemlich überzeugt hat? In dem Bananen und Datteln und Haselnüsse eine Rolle spielen? Voilà, hier kommt es, mit – ihr habt es bestimmt schon erraten – Bananenkuchen. Und zwar dem lockersten und saftigsten Bananenkuchen, den ich jemals selbst gebacken habe.

Valerie (für alle, die den vorherigen Beitrag nicht gelesen haben: eine der Hauptfiguren,, eine begnadete Köchin) kündigt das Rezept an als schnell zusammengerührt, perfekt für Familien und Kindergeburtstage. Letzteres kann ich nicht beurteilen, aber schnell gemacht ist er auf jeden Fall. Und er kommt dazu noch ohne zusätzlichen Zucker aus, weil die Bananen und die Datteln mehr als genug eigene Süße haben. Außerdem ist er super saftig und locker – ich weiß, ich wiederhole mich, aber das ist wirklich wichtig für mich. Bei meinen letzten Banana Bread-Versuchen war ich nämlich nie ganz glücklich mit der Konsistenz, sie waren immer sehr fest, fast schon klatschig. Ich glaube, das Geheimnis ist, die Bananen nicht vollkommen zu Brei zu zermatschen, sondern nur so grob, dass neben Bananenmus noch Stücke bleiben. Die Rosinen im Teig kann man natürlich weglassen, wenn man nicht von der Rosinenliebhaberfraktion ist, zu der ich definitiv gehöre. Sie sind nicht essentiell für den Geschmack und die Süße.

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Bananen-Dattel-Kuchen nach Art der Valerie

Die Zutaten reichen für eine kleine Kastenform. Möchte man eine ganze Familie oder einen Kindergeburtstag versorgen, wie Valerie es vorschlägt, dann die Mengen am besten verdoppeln.

175g getrocknete Datteln der Länge nach halbieren und dann in Scheiben schneiden. 85g Weizenmehl, 40g gemahlene Haselnüsse, 2 Teelöffel Zimt, 2 Teelöffel Backpulver und eine Handvoll Rosinen mischen. Die Datteln unterheben. 2 sehr reife Bananen in einer Schüssel grob zerdrücken. 50g Butter zerlassen, zusammen mit einem Ei unter die Bananen rühren. Dann rasch mit den trockenen Zutaten vermischen.

In eine gefettete und bemehlte Kastenform füllen, mit gehobelten Mandeln bestreuen und bei 180°C Ober- und Unterhitze zwischen 40 und 50 Minuten backen.

 

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So gut der Kuchen ist, so zwiespältig bin ich, was die Qualität des Buches anbelangt. Ich habe schon seit Längerem beschlossen, mein übervolles Bücherregal auszusortieren und da wird „Valerie kocht“ ebenfalls dazugehören. Eigentlich würde ich gerne alle behalten und expandieren, aber das ist aus platztechnischen Gründen in meiner Wohnung nicht möglich. Also müssen nicht ganz so liebgewonnene Bücher raus und ich bin sehr froh, dass ich eine Möglichkeit gefunden habe, ihnen eine neue Heimat zu geben. Ich tue mich nämlich sehr schwer damit, Bücher einfach wegzuwerfen. Egal, wie wenig sie mir gefallen haben, Geschichten haben es nicht verdient, in der Mülltonne zu landen und mit zerfledderten Seiten und fleckigen Buchdeckeln in eine Müllverbrennungsanlage zu wandern.

Ich habe in Passau  einen kleinen Bücherladen entdeckt, der für einen guten Zweck Bücher aus zweiter Hand verkauft. Jeder kann dorthin spenden, die Bücher werden dann auf Qualität überprüft und wieder zum Verkauf angeboten. Das Besondere daran ist, dass man nur so viel für ein Buch zahlt, wie man möchte, wie man den Wert des Buches einschätzt. Die Einnahmen gehen an soziale und caritative Einrichtungen im Raum Passau. Ich finde, das ist eine sehr gute, unterstütztenswerte Idee und ich werde mich sehr bald mit einem Sack voll Bücher dort einfinden. Und hoffentlich mit weniger wieder herauskommen, als ich hingebracht habe.

Der Verein, der den Laden betreibt, nennt sich BookAid Passau. Er liegt in der Innstadt, genauer in der Schmiedgasse 16. Genauere Informationen über den Verein und seine Tätigkeiten findet ihr hierUnd für alle, die nicht in Passau wohnen: Die Initiative BookAid ist eine weltweit agierende mit Ursprung in Großbritannien. Ihr findet also bestimmt in allen kleineren und größeren Städten solche oder ähnliche Projekte.

Alles kleine Glück der Welt wünsche ich euch, diesmal mit einem guten Buch und einem Stückchen Kuchen.

Eure Miriam

 

 

Bananenpancakes oder Zeit ist kostbar

Hallo ihr Lieben!

Da bin ich wieder, aufgetaucht aus den Untiefen der Unibibliothek. Die letzten Wochen waren sehr anstrengend und stressig für mich, weil ich eine ziemlich große Arbeit geschrieben habe. Und wie hab ich mich auf jetzt gefreut, die ersten beiden Oktoberwochen, wo ich nun so viel Zeit habe, dass ich gar nicht weiß, wie ich sie füllen soll, einfach in den Tag hineinleben kann und ausschließlich machen, worauf ich Lust habe. Also viel backen, kochen, lesen, bloggen, laufen, Serien schauen – und wer weiß, vielleicht probiere ich doch einmal die Nähmaschine aus, weil das soll ja ganz einfach sein. Aber nur, wenn mir wirklich sehr langweilig ist.

Immer in solchen Phasen, in denen ich so viel zu tun habe, merke ich, wie kostbar Zeit eigentlich ist. Und wie wenig wir davon frei nach unseren Wünschen gestalten können. Umso wichtiger ist es, die Zeit, die man hat, bewusst zu genießen. Und damit meine ich nicht, sich die Freizeit mit Terminen und Aktivitäten vollzuladen, sondern sich auch mal Zeit für sich zu nehmen. Ich verordne mir zum Beispiel, wenn ich grad sehr viel zu tun habe, Rundum-Wohfühl-Tage (oder -Stunden oder sogar -Wochen, so wie jetzt, bevor ich in mein letztes Semester starte) und beginne die am liebsten mit einem besonderen, nicht alltäglichen Frühstück, das gerne mal etwas Zeit brauchen darf und im besten Fall auch noch was fürs Auge ist. Wie zum Beispiel die Pancakes, die ich euch heute vorstellen möchte.

Also was heißt, sie brauchen Zeit.. eigentlich sind sie ganz schnell zusammengerührt. Aber seht selbst.

Pancakes aus Banane und Haferflocken mit Blaubeersauce

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Das Rezept reicht für ein bis zwei Personen… das kommt ganz auf den Hunger an.

Für die Pancakes 2 sehr reife Bananen klein schneiden und zusammen mit zwei Eiern, einer halben Tasse Haferflocken und einem halben Teelöffel Backpulver fein pürieren.  Dann den Teig eine Viertelstunde quellen lassen, damit die Haferflocken weich werden können. Anschließend Butter in einer Pfanne erhitzen und esslöffelgroße Teigportionen ausbacken. Ich weiß nicht, ob auch größere Pancakes gingen, das habe ich noch nie ausprobiert – aber ich finde die kleinen sowieso viel hübscher.

Für die Sauce eine Tasse tiefgekühlte Blaubeeren in der Mikrowelle zwei Minuten auf der höchsten Stufe erhitzen. Dann vier Teelöffel Naturjoghurt hineinrühren. Sollte die Süße der Blaubeeren nicht ausreichen, mit Ahornsirup abschmecken. Das gibt nochmal einen ganz eigenen Geschmack.

Was auch sehr gut zu den Pancakes passt, ist Crème Fraîche und Honig. Oder Apfelkompott. Oder beides? Und auch Zimt im Teig schmeckt vorzüglich.

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Ich wünsche euch, dass ihr die Zeit habt, zur Ruhe zu kommen … und natürlich alles Gute dieser Welt!

Eure
Miriam

PS: Das Pancake-Rezept gibt es so oder ähnlich auf ungefähr tausend verschiedenen Seiten, ich hab es dort her… die Sauce und die Toppingideen hab ich mir ganz selbst ausgedacht, aber selbstverständlicherweise kann ich keine Garantie geben, dass es das nicht auch schon irgendwo gibt.